Aus der Rechtssprechung

Unter "Aus der Rechtssprechung" werden Blogpostings, Publikationen und Hinweise zum laufenden Rechtsgeschehen im Bereich Urheberrecht und Wissenschaft und Bildung eingeordnet. Momentan werden die Inhalte als Liste chronologisch absteigend nach Erfassungsdatum geordnet angezeigt. Sukzessive sind Verfeinerungen und ein Ausbau des Dienstes geplant. Die Inhalte können als RSS-Feed subskribiert werden: http://iuwis.de/taxonomy/term/4133/0/feed.

Bundesverfassungsgericht rügt OLG Köln: Wegen Verurteilung für (fremdes) Filesharing muss ein Polizist den BGH anrufen können

Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 21.03.2012 - 1 BvR 2365/11

 

Zwar geht es um die Haftung des Anschlussinhabers (hier der Polizeibeamte) für Urheberrechtsverletzungen, interessanter ist jedoch die grundsätzliche Frage, inwieweit der Rechtsweg abgeschnitten werden darf. Weiterlesen

Musik in Zahnarztpraxis keine vergütungspflichtige "öffentliche Wiedergabe"

EuGH, Urteil vom 15.03.2012 - C-135/10

In einem Vorlageverfahren, das ein Turiner Berufungsgericht initiiert hat, entschied der Europäische Gerichtshof am 15.03.2012: Weiterlesen

Nutzungsrechte-AGB von Facebook rechtswidrig

LG Berlin, Urteil vom 06.03.2012 - 16 O 551/10 (nicht rechtskräftig)

Die deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband erhob gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Facebook Klage und teilt - neben mehreren Datenschutz-Beanstandungen bei Facebook-Diensten und deren AGB - heute mit: Weiterlesen

EuGH: Fußball-Spielpläne nicht originell genug für Urheberrechtsschutz

EuGH, Urteil vom 01.03.2012 - C-604/10 Football Dataco Ltd vs. Yahoo! UK Ltd

In der Entscheidung stellt der Europäische Gerichtshof laut Pressemitteilung fest:

"Ein Spielplan für Fußballbegegnungen kann nicht urheberrechtlich geschützt werden, wenn seine Erstellung durch Regeln oder Zwänge bestimmt wird, die für künstlerische Freiheit keinen Raum lassen. Weiterlesen

EuGH: Soziale Netzwerke nicht zu Copyrightfiltern verpflichtbar

VerfasserIn / HerausgeberIn: 
Lüke, Falk
Publikationsinformationen
Publikationstyp: 
Internetdokument
Sprache der Publikation: 
Deutsch
Erscheinungsdatum: 
16. Februar 2012
Erscheinungsjahr: 
2012
Erschienen in: 
heise online
Internet-Referenz

EuGH mit Startschuss für Gerichtsentscheidungen zu Haftungsprivilegierung für Internet-Plattformen

Mehrfach beschäftigen sich die Gerichte momentan damit, ob die Betreiber von Internet-Plattformen wie youtube und von sozialen Netzwerken für Urheberrechtsverletzungen haften, welche ihre NutzerInnen durch das rechtswidrige Einstellen und Nutzen von Inhalten verursachen. Weiterlesen

BVerfG: Urheberrecht, Linkhaftung und Meinungsfreiheit

VerfasserIn / HerausgeberIn: 
Schneider, Adrian
Publikationsinformationen
Publikationstyp: 
Internetdokument
Sprache der Publikation: 
Deutsch
Erscheinungsdatum: 
31. Januar 2012
Erscheinungsjahr: 
2012
Erschienen in: 
Telemedicus
Bezüge
Internet-Referenz

Copyleft nach GPL wirksam

LG Berlin, Urteil vom 8. November 2011 - 16 O 255/10

 

Den viralen Effekt (vgl. § 3 GPL) und damit einen wesentlichen und weitgehenden Bestandteil der GNU General Public License (GPL) bestätigte das Landgericht Berlin. Aus dem Urteil:

"Die Infizierung eines Sammelwerks insgesamt bei Verwendung von Open-Source-Software in einzelnen Teilen eines Sammelwerks begegnet keinen Bedenken, da das Sammelwerk eine einheitliche Funktionalität aufweist und maßgeblich von den Opne-Sou[r]ce-Bestandteilen abhängt."

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Buyout-Klausel nach AGB-Kontrolle unwirksam

LG Mannheim, Urteil vom 05.12.2011 - 7 O 442/11

 

Von Verlagen vorformulierte Nutzungsrechtsvereinbarungen enthalten oftmals so genannte Rechte-Buyout-Klauseln. Solche sind charakterisiert durch die (all-)umfassende Einräumung der Urheberverwertungsrechte in Verbindung mit einer pauschalen Abgeltung der Vergütungsansprüche der Autorinnen und Autoren. Ein Beispiel dafür:

"(...) sämtliche Nutzungsrechte (...) umfassend, ausschließlich, räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkt abgegolten".

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Höchststrafe: Kino.to-Administrator muss drei Jahre hinter Gitter

Die "denkbar schwerste Urheberrechtsverletzung in der deutschen Geschichte" sieht Staatsanwaltschaft Dietmar Bluhm in dem Filmportal und Netzwerk kino.to, wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) am 07.12.2011 (Beitrag hier auch online) berichtet. Weiterlesen

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