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Positionen der Piratenpartei zum Urheberrecht in Wissenschaft und Bildung
Die Piratenpartei veröffentlichte am Sonntag eine Übersicht mit dem Titel Vorstellung der Urheberrechtspositionen der Piratenpartei und Aufklärung von Mythen. Darin findet sich auch eine Passage zu Bereichen des Urheberrechts, die im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von IUWIS stehen: Wissenschaft, kulturelles Erbe und Bildung:
"Stärkung der Gemeinfreiheit
Gemeinfreie Werke bilden unseren gemeinsamen Kulturschatz und sind zu schützen, wie in dem 2010 von der Piratenpartei Deutschland unterzeichneten Public Domain Manifesto dargelegt. Bildung und Forschung haben einen besonderen Wert für die Gesellschaft, der über die kommerziellen Interessen der Urheber zu stellen ist, weshalb wir für eine Befreiung der Bildungseinrichtungen von Urheberrechtsabgaben durch Schranken für die Nutzung zu Bildungs- und Wissenschaftszwecken eintreten.
Freier Zugang zu staatlich finanzierten Werken
Besonders im wissenschaftlichen Bereich werden Werke meist in staatlich finanzierten Einrichtungen erstellt, aber in kommerziell vertriebenen Zeitschriften veröffentlicht, die nicht einmal Bildungseinrichtungen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Wird ein Werk durch den Staat – und somit die Gesellschaft – finanziert, so muss diese den durch Steuern bereits bezahlten freien Zugang dazu erhalten. Das trifft auch auf amtliche Werke zu, bei denen das Urheberrecht als Vorwand verwendet werden kann, um Transparenz zu verhindern sowie auf durch öffentliche Gelder geförderte Kunst. Was die Öffentlichkeit bezahlt, muss der Öffentlichkeit gehören."
bzw.
"Im Einzelnen fordern wir:
[...]
- eine zeitgemäße digitale Archivierung für Bibliotheken,
- die Befreiung der Bildungseinrichtungen von Urheberrechtsabgaben,
- den freien Zugang zu mit öffentlichen Geldern finanzierten Inhalten wie bspw. wissenschaftliche Arbeiten oder Medien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten,"
(red.)
Bezüge
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