Zusammenfassung

Erstellt von Elena Di Rosa am 16.03.2011 - 22:21

In der Arbeitsgruppe vier des IUWIS Workshops sollte die Golden Road des Open-Access(OA)-publizierens das Hauptthema sein. Repositorien, die vor allem Zweitveröffentlichungen beinhalten, stehen oft im Konflikt mit urheberrechtlichen oder vertragsrechtlichen Vorgaben, wodurch Open Access hier nur bedingt realisiert werden kann. OA-Journals haben diese Probleme nicht und können mit freien Lizenzen Open Access in einem weiten Sinne verwirklichen.

Die Diskussion wurde durch drei Vorträge angeregt. Zuerst stellte Stefan Pohl das e-Journal "Kunsttexte" vor (Vortrag Kunsttexte) Er beschrieb die besonderen urheberrechtlichen Herausforderungen bei einem Kunstjournal, welche sich durch die Verwendung von Bildmaterial im Internet ergeben. Außerdem wurde das OA-Journal als gewachsene Zeitschrift vorgestellt, die als kleineres Projekt anfing, und sich erst im Laufe der Zeit mit urheberrechtlichen und lizenzrechtlichen Fragen auseinandersetzte. Im zweiten Vortrag wurde von Phillip Zimbehl das OA-Journal Jipitec vorgestellt, welches sich im Gegensatz zu dem ersten Beispiel von Beginn an - vor allem als juristische Fachzeitschrift - intensiv mit lizenzrechtlichen Fragen auseinandersetzte. Im dritten Vortrag stellte Elena Di Rosa das Lizenzmodell Creative Commons vor (Vortrag Creative Commons) und wie mittels dieser Lizenzen echtes OA realisiert werden kann.

Im Anschluss an diese Vorträge eröffnete die Moderatorin Karin Ludewig die Diskussion. Da die Journals Kunsttexte und Jipitec bei der Lizenzierung ihren Fokus auf die Dipp-Lizenzen legen, ergab sich eine lebhafte Diskussion um das Verhältnis der beiden Lizenzmodelle Dipp und Creative Commons zueinander, und wie sich die Anforderungen der Berliner Erklärung mit den einzelnen Lizenzen umsetzen lassen. Ein weiteres Thema waren die Rahmenbedingungen welche den Autoren für eine Veröffentlichung bei einem OA-Journal geboten werden. Wie werden die Rechte vom Autor am besten eingeräumt? Wie sind die Reaktionen der Autoren auf die angebotene Lizenzwahl?
Es wurden auch weitere Themengebiete von OA-Journals angesprochen, wie die Finanzierung, alternative Geschäftsmodelle oder die Frage, wie wissenschaftliche Zeitschriften auch nach einer Projektfinanzierung verstetigt werden können.

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