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Slavoj Žižek: Die Frage des Urheberrechts ist unlösbar.
Weniger auf das Wissenschaftsurheberrecht bezogen und mehr grundsätzlich zur Illustration der Herausforderung, vor der jede Reform urheberrechtlicher Regelungen mit wirtschaftlichem Hintergrund steht, ist eine Aussage des Philosophen und Kulturkritikers Slavoj Žižek, die im in gewisser Weise Neujahrsgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Dietmar Dath vor einer Woche in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgedruckt wurde (Wir Europäer haben die Ressource der Aufklärung. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2011, Nr. 305, S. Z1):
"Jeder gute Kapitalist wird Ihnen erklären, dass die Frage des Urheberrechts unlösbar ist. Denken Sie nur an die Biogenetik und ihre unabsehbaren Möglichkeiten."
Das mag zwar furchtbar pessimistisch klingen, unterstreicht aber weiteres Mal, dass die Frage des Urheberrechts gerade in, wenn man so will, semiotische, also auf zeichengebundenen Informations- und Kommunikationsprozessen beruhenden Ökonomien immer auch die nach Macht- und Kontrollinteressen beinhaltet. Die Anliegen der Wirtschaftsakteure im sogenannten Semiokapitalismus sind klar. Wie sich die anderen betroffenen Akteure dem gegenüber positionieren, fällt dagegen ganz unterschiedlich aus. Wer dazu diskutieren möchte, findet bei diesen Kommentaren vielleicht einen geeigneten Ansatzpunkt.
(bk)
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